Predatory Journals
"Bei „Predatory Journals“ handelt es sich um Zeitschriften, die Forschende mit aggressiver Werbung und professionellem Auftreten zur Veröffentlichung von Beiträgen gegen Zahlung einer Publikationsgebühr auffordern, jedoch keinerlei oder völlig unzureichende Maßnahmen der Qualitätssicherung organisieren." (https://os.helmholtz.de/open-access/open-access-gold/)
Zum Schutz vor "Predatory Publishing" heißt es weiter auf der genannten Webseite:
"Eine Publikationsentscheidung sollte immer eine überlegte und informierte Entscheidung sein.
Die Initiative „Think Check Submit“, die durch Verlags- und Bibliotheksverbände unterstützt wird, gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine hilfreiche Checkliste an die Hand, mit der die Vertrauenswürdigkeit und Seriosität einer wissenschaftlichen Zeitschrift überprüft werden kann. Diese dreistufige Anleitung „Think Check Submit“ wurde in zahlreiche Sprachen, unter anderem auch ins Deutsche übersetzt. Im Folgenden werden einige zentrale Prüfkriterien der Initiative zitiert:
- „Kennen Sie oder Ihre Kolleg/innen die Zeitschrift?“
- „Haben Sie in der Vergangenheit Artikel in der Zeitschrift gelesen?“
- „Können Sie die aktuellsten Artikel in der Zeitschrift einfach finden?“
- „Können Sie den Verlag einfach identifizieren und kontaktieren?“
- „Wird der Verlagsname deutlich auf der Homepage der Zeitschrift angegeben?“
- „Können Sie den Verlag per Telefon, E-Mail oder Post kontaktieren?“
- „Macht die Zeitschrift klare Angaben zu ihrem Peer-Review-Verfahren?“
- „Werden die Artikel in Datenbanken indiziert, die Sie selber nutzen?“
- „Ist klar, welche Kosten anfallen werden?“
- „Erläutert die Webseite der Zeitschrift, wofür Zahlungen anfallen und wann diese in Rechnung gestellt werden?“
- „Ist der Verlag Mitglied einer anerkannten Initiative?“
Eine Checkliste mit ähnlichen Kriterien hat die Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien erarbeitet: Checkliste (pdf-Datei)
Einen hilfreichen Blog-Eintrag zu Predatory Journals hat die Universitätsbibliothek Leipzig veröffentlicht: https://blog.ub.uni-leipzig.de/die-raeuberische-zeitschrift/
Vergleichen Sie zum Thema auch die "Handreichung Predatory Publishing", die durch den Arbeitskreis Open Acces der Leibniz-Gemeinschaft 2018 erstellt wurde: Handreichung (pdf-Datei)